Das heranwachsende Kind orientiert sich in der Welt von der ersten Minute an über die Wahrnehmung und über deren spielerisches Erproben. Es nimmt zu den Gegenständen und Personen in seiner Nähe spielerisch Kontakt auf und lernt sie schrittweise kennen. Es findet Begriffe, nimmt über unzählige spielerische Versuche des Nachahmens Beziehung auf, erwirbt Laute, Wörter, Sprache.

Spielregeln innerhalb der Gruppe

Sie lernen Spielregeln und erfahren, dass die Regeln ihr spontanes Reagieren einschränkt, dass die Regeln aber auch für andere gelten. Die Kinder üben in einem Ritualkreis gemeinsam Regeln zu erarbeiten und diese einzuhalten. Die Gruppe lernt gemeinsam Konflikte zu erkennen, anzusprechen, zu bearbeiten und zu lösen. Ebenso erlernen die Kinder gemeinsam Grenzen zu akzeptieren, sie lernen den Umgang miteinander und üben sich im Kommunikationsverhalten. Sie lernen ihren Platz innerhalb der Gruppe kennen, die Gruppe übt eigene Bewegungsimpulse zu steuern und erfahren mit dem entsprechenden Material wie z.B. Tülltücher das Tempo zu reduzieren oder anzupassen.

Hier ein kleiner Auszug:

Wahrnehmung

Angenehme – Unangenehme Berührung

Alle gehen im Raum, wenn sich zwei begegnen, so berühren sie sich und reagieren darauf mit Stimme, Mimik und Gestik in Kauderwelsch… z.B. schmerzhaft, wütend, wunderbar, es stinkt, ängstlich.

Stimme, Sprache, Atem

Ein Stuhl steht in der Mitte

Jedes einzelne Kind darf in die Mitte und dem Stuhl ein Mal was sagen, was es schon lange hätte sagen wollen.

Konzentration

Eine Körperbewegung geht rundum

Das erste Kind im Kreis macht eine Körperbewegung, alle Nachfolgenden kopieren sie der Reihe nach. Das zweite Kind macht eine Körperbewegung, die dann rundum geht, usw.

Körper und Bewegung

Isolieren

Die Kinder stehen im Kreis. Zu gegebener Musik beginnen einzelne Körperteile zu erwachen, sich zur Musik zu bewegen, bis der ganze Körper in Schwung gekommen ist. Dies kann von großen Bewegungen rückwärts zu isolierten kleinen Bewegungen führen.

Fantasie

Wo bin ich

Die Kinder bewegen sich im Raum. Auf ein akustisches Zeichen der Spielleitung stoppen alle, sie benennt einen Raum. Alle befinden sich in diesem Moment zum Beispiel in einer Kirche, einem Schlafzimmer, einer riesigen Stadt… Neues Zeichen – anderer Ort usw… Welche Figuren passen an diesen Ort, welche Handlungen passen zu diesen Figuren, welche Beziehungen entstehen daraus.

 

Je nach Entwicklung oder Bereitschaft jedes einzelnen Kindes werden Spielszenen aus dem täglichen Leben gespielt. Hier steht das freie Experimentieren an erster Stelle.

©2020 Förderverein der Herigoyen Volksschule

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